Zum vergangenen Welt-Aids-Tag 2004 erklären die Bundessprecherinnen der BAG queer der PDS Theresa Jakob und Ralf Buchterkirchen
Aids ist immernoch tödlich. So wichtig wie der jährliche Weltaidstag ist, so darf die allgemeine Betroffenheit an diesem Tag nicht darüber hinwegtäuschen, das auch an den anderen 364 Tagen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert werden, an Aids erkranken oder sterben.Täglich infizieren sich weltweit 14.000 Menschen allein in Afrika neu. Die Verantwortung der sogenannten ersten Welt darf nicht weiter verleugnet werden. Die steigenden Neuinfektionen und die zunehmende Sorglosigkeit im Umgang mit dem Risiko Aids in der Bundesrepublik machen deutlich, wohin mangelnde Unterstützung der Präventivarbeit der Aids-Hilfen durch Kommune und Staat führt. Der Umgang mit HIV/Aids ist eine gesamtgellschaftliche Aufgabe und darf nicht an der Spendenwilligkeit der Bevölkerung hängen. Einmal im Jahr mediengerechte Betroffenheit zeigen, rettet kein Leben. Daher fordern wir insbesondere:
- eine ausreichende Finanzierung der Aids-Hilfen um ihre Arbeit zu erfüllen und notwendige Neuausrichtungen vornehmen zu können - die Genehmigung der Generika-Produktion zur Bekämpfung von Aids auch über 2006 hinaus - eine angemessene Unterstützung der weltweiten Prävention von HIV-Neuinfektionen und der Behandlung von Aids
Für Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung
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