Der Landesparteitag der PDS Nordrhein-Westfalen hat gestern Ingrid Saalfeld, eine der beiden gleichberechtigten Sprecherinnen der Bundesarbeitsgemeinschaft queer, auf dem fünften Platz der Landesliste zur Bundestagswahl aufgestellt. Die offen lesbische 42jährige Filmkauffrau, die zugleich Direktkandidatin im Wahlkreis Dortmund 2 ist, hat Chancen auf einen Parlamentssitz, sollte die PDS in NRW auf über drei Prozent der Zweitstimmen kommen. Am Vortag war ein von ihr und dem schwulen Kölner PDS-Direktkandidaten und Rechtsextremismus-Experten Jörg Fischer gemeinsam eingebrachter Antrag mit überwältigender Mehrheit angenommen worden, wonach sich alle PDS-Mitglieder des Landesverbandes aktiv am Europride und anderen CSD-Veranstaltungen in NRW beteiligen wollen, um so nicht nur ein Zeichen gegen geplante Provokationen zu setzen, sondern sich auch als gesamte Partei zur Notwendigkeit einer emanzipatorischen Lesben- und Schwulenpolitik zu bekennen. U.a. ist an ein "Kölner Kiss-In gegen Nazis" gedacht.
Alexander Wolter für den Sprecherinnenrat der BAG queer der PDS
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