Berlin, den 24. April 2008 - „Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes betrieb mit dem Kongress „Wertegesellschaft als ökonomischer Faktor” am 23. April im Atrium der Deutschen Bank Diskriminierung. Es stellt sich die Frage, ob die Leiterin, Dr. Martina Köppen, öffentliche Gelder angemessen verwendet, wenn die Betroffenen auf den Podien keine Stimme erhalten” erklärt Dr. Barbara Höll Sprecherin für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Fraktion DIE LINKE im Deutsche Bundestag.
„Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes sollte sich um den Abbau und die Beseitigung von Diskriminierungen auf allen Ebenen bemühen, statt den Bock zum Gärtner zu machen. Veranstaltungstitel und Rednerliste hinterlassen Fragen nach dem Antidiskrimierungsverständnis der Bundesregierung. So durfte Kardinal Lehmann in seinem Eröffnungsvortrag vor einer zunehmend pluraleren und heterogeneren Gesellschaft als einer evidenten Gefahr für die grundlegenden Werte der Gesellschaft warnen. Auf die aktuellen Diskriminierungsvorwürfe gegen die katholische Kirche ging er mit keinem Wort ein: Lesben und Schwule, die eine eingetragene Partnerschaft eingehen, werden aus den Einrichtungen der Katholischen Kirche – immerhin einer der größten Arbeitgeber Deutschlands – entlassen. Da verwundert es auch nicht, wenn der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Renè Obermann, in seiner Rede unter Antidiskriminierung offensichtlich die Ablehnung des Mindestlohn versteht. Die sozialen Dimensionen von Diskriminierungen wurden auf dem Kongress lediglich als Werteproblem behandelt.”
|